Hydraulischer Abgleich - weniger Kosten, mehr Komfort und Klimaschutz

Rund 1,6 Milliarden Euro für Energiekosten und 5,6 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ließen sich in Deutschland durch einen konsequenten hydraulischen Abgleich aller Heizungsanlagen einsparen. ...

Für ein Einfamilienhaus bedeutet das eine durchschnittliche Reduzierung der Energiekosten um jährlich 110 Euro. Das ergeben die Untersuchungen der gemeinnützigen, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unterstützen co2online gGmbH.

Private Haushalte könnten damit einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der bis 2020 gesteckten Klimaschutzziele leisten und so bei wenig Aufwand einen enormen Komfort gewinnen. Warum? Da das im Heizungsnetz strömende Wasser den Weg des geringsten Widerstands wählt, werden ohne hydraulischen Abgleich Heizkörper, die in der Nähe der Heizzentrale liegen, zu heiß und weiter davon entfernte werden nicht warm genug. Die Folge sind einerseits überhitzte, andererseits zu kalte Räume. Beim hydraulischen Abgleich werden Temperatur und Wassermenge in der Heizungsanlage optimal auf den Energiebedarf des Hauses abgestimmt und eingestellt. Es wird dafür gesorgt, dass jeder Heizkörper nur die Menge an Heizungswasser erhält, die er benötigt, und dass sich die Wärme gleichmäßig im Haus verteilt. So ist immer die richtige Wassermenge „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“. Unerlässlich für eine optimale Einstellung der Heizungsanlage sind voreinstellbare Thermostatventile oder Rücklaufverschraubungen an den Heizkörpern.

Für die Berechnung der individuell richtigen Einstellungen spielen neben der Art des Heizsystems auch Dämmung der Außenwände, Raumgröße, Wärmeverluste über Decken und Fußböden, die Qualität der Fenster, Türen sowie das Lüftungsverhalten eine wichtige Rolle. Vieles lässt sich meist den Bauplänen entnehmen.

Die Kosten für den hydraulischen Abgleich im Einfamilienhaus liegen im Durchschnitt zwischen 650 und 1.250 Euro, was letztlich davon abhängig ist, wie viele Thermostatventile ausgetauscht werden müssen und ob eine neue Heizungspumpe erforderlich ist. In diesem Zusammenhang sind auch die staatlichen Förderungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) von besonderem Interesse.

Sind alle erforderlichen Komponenten vorhanden, so kann der hydraulische Abgleich grundsätzlich bei laufendem Betrieb und zu jeder Jahreszeit erfolgen.

Für einen effizienten Betrieb der Heizung müssen alle Komponenten richtig dimensioniert und auf den individuellen Energiebedarf jedes Hauses abgestimmt sein. Dies ist bei etwa 90 Prozent aller Heizungsanlagen nicht der Fall.

Ob Öl-, Holz-, Wärmepumpe- oder Solarheizung, Mini-Blockheizkraftwerk (BHKW), Wand- oder Fußbodenheizung – lassen Sie sich von uns beraten! Dazu gehört natürlich auch die Berechnung verschiedener Modelle, damit Interessierte in den Genuss der derzeit sehr attraktiven Fördergelder kommen.

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